Leserbrief zum SZ-Artikel „Peinlicher Rückzieher“ vom 29.03.

Oberbürgermeister Dieter Reiter einen „peinlichen Rückzieher“ zu unterstellen, geht an den Fakten vorbei.

Im Gegenteil: Dieter Reiter hat mit dem von ihm verhängten Baustop erkannt, dass öffentliche Grünanlagen in München nicht als Baulandreserve genutzt werden dürfen.

Denn die Unnützwiese ist seit Jahrzehnten in ihrer gesamten Größe von über 10.000 qm als öffentliche Grünanlage entsprechend der städtischen Grünanlagensatzung gewidmet.

Insoweit hat die Entscheidung des Oberbürgermeisters über den Einzelfall hinaus grundsätzliche Bedeutung für den Umgang mit öffentlichen Grünanlagen in dieser Stadt.

Als Peinlichkeit von besonderer Qualität im Umgang mit dem Öffentlichen Grün in dieser Stadt ist es jedoch zu bezeichnen, dass der Münchner Stadtrat in nicht-öffentlicher Sitzung am 20. Juli 2016 zur Bebauung dieser öffentlichen Grünanlage „grünes Licht“ gegeben hat.

Zumal das gesamte Areal der heutigen Unnützwiese 1920 vom damaligen „Ziegelbaron“ Mathias Grundler unentgeltlich an die Stadt München zur Schaffung von Grünanlagen abgetreten worden ist.

Bemerkenswert ist weiter, dass entsprechend der Meldung der Süddeutschen Zeitung, „im Sommer 2016 durch Zufall ans Licht kommt, dass die Unnützwiese im Programm ‚Wohnen für alle‘ bebaut werden soll“.

Klaus Bäumler,
Leiter Arbeitskreis Öffentliches Grün im Münchner Forum e.V.

Fahrrad-Ausflug am 1. Mai zum Thema „Ois zuabaun?“

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns außerordentlich, Sie zusammen mit dem Münchner Forum und der freundlichen Unterstützung von Bund Naturschutz, dem Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten“ und dem Tretlager e.V. zum traditionellen 1. Maiausflug einladen zu dürfen.

Heuer geht es unter der Leitung von Herbert Gerhard Schön mit dem Fahrrad von der Unnützwiese in Trudering zum Stadt-Klima-Park am Salzsenderweg. Ziel ist gegen 16.30 der Dirtpark des Vereins Tretlager e.V. im Fideliopark am Salzsenderweg, wo auf alle Teilnehmer ein kleiner Imbiss und Getränke warten.

Treffpunkt:
Montag, 1. Mai 2017, 14 Uhr auf der Unnützwiese,
Ecke Bajuwarenstraße/Unnützstraße in München-Trudering

Alle weiteren Informationen zur Route und zu den sechs Stationen finden Sie im Internet beim Münchner Forum.

Wir bitten Sie herzlich um Anmeldung bis Freitag, 28. April 2017 per Email an info@pro-klimapark.de.

Bitte Fahrrad und schönes Wetter mitbringen!

Ihre Bürgerinitiative „Pro Klimapark“
www.pro-klimapark.de
im
Münchner Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten“

Zuschriften von Freunden der Unnützwiese nach der Rettung

Einige Freunde der Unnützwiese haben sich so sehr über die Rettung gefreut, dass sie an die Bürgerinitiative geschrieben haben.


Liebe Bürgerinitiative,

ein herzliches Dankeschön für euren unermüdlichen Einsatz zum Erhalt unserer Wiese.

Wir sind sehr froh, dass es doch noch geklappt hat, da wir nach der Bürgerversammlung nicht mehr daran geglaubt haben, weil die Planung schon so weit gediegen war und alles unter Dach und Fach erschien. Aber dieser Einsatz zeigt dann doch wieder, dass Bürger etwas erreichen können, wenn sie glauben und weiter kämpfen.

DANKE
M. u. R. u. J. Voigt, München, 10.04.2017


Allen die sich hier so riesig engagiert haben ein ganz großes Kompliment! Die Vorstellung, dass die Unnützwiese bald bebaut werden sollte, hat mir beim Vorbeifahren jedes Mal wehgetan!

Wir freuen uns sehr und bedanken uns bei all denen, die hier so großen Einsatz gezeigt haben!

Viele Grüße
M. S., München, 30.03.2017


Sehr geehrte Engagierte,

das hätte ich nicht mehr geglaubt! Ein wahrhaftiger Erfolg.

Vielen Dank für Ihren Einsatz,
K. H., München, 30.03.2017


Wir wollen uns auch bei dem Kernteam der BI herzlich bedanken für das Engagement und den stets guten Ton. Wir fühlten uns sehr gut vertreten!

Vielen Dank !

Ist die Wiese jetzt für immer gerettet? Können wir das erreichen?

Wollen wir jährlich ein Nachbar-Treff auf der Wiese veranstalten?

Können wir Bäume für den Rande der Wiese spenden, die man nie fällen kann?

Ich freue mich auf die Diskussion am Sa.!

Vielen lieben Grüße.
S. H., München, 31.03.2017


Ich möchte mich bedanken für die Hartnäckigkeit der BI und gratulieren!!
(konnte nur einen kleinen Beitrag – einige Unterschriften – beitragen).

MfG
H. H., München, 31.03.2017


Liebe Retter der Unnützwiese,

leider haben wir schon einen anderen Termin, aber wir wünschen eine fröhliche Feier!!!!!!!!!!! Und sagen ganz herzlichen Dank für das Riesenengagement!!!!!!!!!!!!!!!

Geht das Bürgerbegehren weiter? Es wäre sicher sehr sinnvoll und wünschenswert für andere Wiesen…

Herzliche Grüße
Fam. B., München, 31.03.2017

Leserbrief zu Münchner-Merkur-Artikel „Das Projekt Unnützwiese ist gestorben“ vom 28.03.

„Am meisten freuen dürfen sich Alt und Jung in Trudering und Michaeliburg. Ihre Wiese bleibt hoffentlich auch die nächsten hundert Jahre bestehen. Natürlich freut sich auch die Bürgerinitiative, dass ihr Begehren nun doch zum Erfolg geführt hat. Neben den vielen Helfern und Unterstützern, ohne die so eine Initiative nicht möglich wäre, ist besonderer Dank dem Landtagsabgeordneten Marcus Blume auszusprechen, der mit der von ihm initiierten Petition letztendlich den OB veranlasst hat, nun doch von einer Bebauung abzurücken. Herrn Reiters Erklärung hierzu ist nachvollziehbar, geht es ihm doch um ein schnell umsetzbares Programm „Wohnraum für Alle“. Da lohnt es wahrlich nicht, wegen 48 Wohnungen ein Bauleitverfahren mit ungewissem Ausgang loszutreten.

Sein Kernsatz lautet: „Ich habe immer betont, dass bei diesem Programm nur gebaut werden soll, wo es bereits Baurecht gibt.“ Diese Aussage sollte in Stein gemeißelt für alle Grünanlagen und Parks in München jetzt und in Zukunft als Leitsatz gelten. Wir freuen uns auch riesig darüber, dass es sich für den Bürger doch lohnt, gemeinsam Anstrengungen auf sich zu nehmen, wenn wie hier die Politik eine Entscheidung gegen den Bürgerwillen getroffen hat. Unser allergrößter Dank gilt deshalb unserem OB, der eben nicht auf einen Beschluss beharrt, um nicht „Schwäche zu zeigen oder das Gesicht zu verlieren“.
Es gehört viel mehr Größe dazu, einen Beschluss zu revidieren, wenn sich herausstellt, dass sich die Faktenlage geändert hat. Dafür ziehen wir den Hut und danken von ganzem Herzen.“

Helmut Köpf
Mitglied der Bürgerinitiative, München