Leserbrief zu „BA-Chefs verärgert über ‚Maulkorb‘-Erlass“ im Münchner Merkurvom vom 10. März

Undemokratische Denkweise

Zu „BA-Chefs verärgert über ,Maulkorb‘-Erlass“ vom 10. März

„Als sich die Bürger Trudering in der Bürgerversammlung und in Bezirksausschuss-Sitzungen darüber erregten, dass die Pläne zur Bebauung der seit fast 100 Jahre als Spielplatz genutzten „Unnützwiese“ erst der Bevölkerung bekannt wurden, nachdem der Stadtrat in nicht öffentlicher Sitzung
und „ohne Einzelfallprüfung“ darüber beschlossen hatte, machte das Stadtplanungsreferat geltend, man befolge nur für Grundstücksgeschäfte geltende Vorschriften und denke darüber nach, diese bezüglich nicht geheimhaltungsbedürftiger Tatsachen zugunsten der betroffenen Bürger und mehr Transparenz zu ändern.
Wie Ihr Artikel zeigt, hat das Nachdenken offenbar zu einem Schritt in die gegenteilige Richtung geführt.
Informationen an Bürger und Medien sollen, wohl aus strategischen Gründen, „gefiltert“ werden, um mögliche als störend erachtete Gegenargumente zu vermeiden. Man betrachtet die Bevölkerung, Bürgerversammlungen
und Bezirksausschüsse als mögliche Gegner.
Das ist eine undemokratische Denk- und Vorgehensweise!
Umso notwendiger erscheint es, in den Medien die Planungen der Stadtverwaltung kritisch zu begleiten. Eine detaillierte Berichterstattung zu dem gestarteten Bürgerbegehren zur Erhaltung der Münchner Grünflächen könnte dazu beitragen, die extreme Nachverdichtung in ganz München etwas erträglicher zu gestalten.“
Wolfgang Gutermuth
81825 München