Pressemitteilung 25.01.2017

Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Rettet die Unnützwiese“
zur GEWOFAG-Infoveranstaltung zur Bebauung der Unnützwiese“ am
24.1.17 im Kulturzentrum Trudering:

GEWOFAG beugte sich Bürgerwillen

– Bürger akzeptierten geplanten Veranstaltungsablauf nicht
– präsentierte Pläne weiterhin nur unverbindlich
– strittige Auslegung des Baurechts

Über 150 Bürger kamen zusammen mit Lokalpolitikern zum GEWOFAG-Infoabend ins Kulturzentrum Trudering. Dort präsentierte die städtische Wohnungsbaugesellschaft erste Details zur drohenden Bebauung der Unnützwiese. In dieser eigentlich durch den Flächennutzungsplan geschützten „Allgemeinen Grünfläche“ sollen im Rahmen des Programms „Wohnen für alle“ nun 48 Wohnungen mit 15 Tiefgaragenplätzen entstehen. 60 Prozent davon 1-Zimmer-Appartments, 20 Prozent 2-Zimmer- sowie 20 Prozent 3-Zimmer-Wohnungen.

Bereits zu Anfang war der Bürgerprotest sichtbar: Fast alle Besucher trugen ein rotes Stop-Zeichen mit der Aufschrift „Keine Bebauung der Unnützwiese!“. Die ursprüngliche Planung der GEWOFAG, die Bürger nach einer kurzen Einführung schnell in kleine Gruppen zu separieren, verweigerte das Auditorium. Die GEWOFAG lenkte deshalb ein und stellte sich zusammen mit der Stadtverwaltung den zentralen Fragen aus dem gesamten Publikum.

Die angekündigten Baupläne erwiesen sich nur als eine erste Stufe einer Machbarkeitsstudie, also völlig unverbindlich und ohne Details. „Wir befürchten, dass die GEWOFAG – wie in anderen Stadtteilen auch – sich nicht an geltendes Recht halten wird und schlussendlich auch noch höher baut als rechtlich zulässig“, so Stefan Hofmeir, Sprecher des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“.

Aktuell sei man der Meinung dreigeschossig (zwei Vollgeschoße plus Dachgeschoss) bauen zu dürfen. Udo Renke aus dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung (Leiter Technik Bezirk Ost Team 32 Stadtbezirke 14,15), begründete dies damit, dass man sich an den an der Bajuwarenstraße gegenüberliegenden Reihenhäusern (sind um ein Stockwerk kleiner!) sowie einem Haus an der eigentlich entfernten Ecke zur Matterhornstraße orientieren könne. Die Bajuwarenstraße habe aus Sicht der Stadt keine trennende Wirkung, so Renke.

Diese Möglichkeit der Bezugnahme sowie die Rechtmäßigkeit des kompletten Bauvorhabens wird von der Bürgerinitiative „Rettet die Unnützwiese“ jedoch weiterhin angezweifelt. „Wir werden das auch gerichtlich überprüfen lassen“, so Hofmeir.

Die konkreten Fragen an die Bürger zur Mitbestimmung beschränkten sich dann auch nur auf die Dachgestaltung sowie welche Abtrennung zwischen Wohn- und Spielbereich stattfinden solle (Zaun, Hecke oder Büsche). Nebenbei kam heraus, dass die Gewofag die künftigen Mieter über eine Klausel im Mietvertrag daran hindern wolle, sich künftig über Lärmbelästigung durch den Spiel- und Bolzplatz zu beschweren.

Das Bürgerbegehren „Gründflächen-erhalten.de“ zählt aktuell bereits über 12.000 Unterschriften und hat somit nach nur wenigen Wochen bereits ein Drittel der benötigten Unterschriften zusammen. „Wir sind für nachhaltigen und sinnvollen Wohnungsbau, die Bürger benötigen aber auch Grünanlagen zur Naherholung“, so Hofmeir abschließend.

Webseite: www.grünflächen-erhalten.de
Facebook: https://www.facebook.com/Gruenflaechenerhalten

Bei Rückfragen:
Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten“
Bürgerinitiative „Rettet die Unnützwiese“
Stefan Hofmeir
Tel: 089 48951049
Tel: 0163 4636347
E-Mail: info@gruenflaechen-erhalten.de